Der MBA steckt in der Krise - was taugt der Titel noch?

Die globale Finanzkrise wirft einen dunklen Schatten auf den früher so beliebten MBA-Abschluss. Viele der in letzter Zeit in die Finanzskandale verwickelten, verantwortlichen Manager sind Absolventen einer Business-School und haben einen MBA erworben. Das wirft natürlich die Frage auf, ob dieser Titel noch etwas taugt oder ob er aufgrund dieser Entwicklungen eher ein schlechtes Licht auf den Träger wirft?

Eine Studie des Wall Street Journals lässt jedoch genau das befürchten. Denn 70 Prozent der Business Schools sagen, dass sie einen Rückgang der Jobangebote für MBA-Absolventen um mehr als 10 Prozent zu verzeichnen haben. Es ist sogar die Sprache von der schlechtesten Rekruitierungsphase, die man jemals erlebt habe. An der Carnegie Mellon's Tepper School of Business traten im Vorjahr noch 81% der Absolventen eine Vollzeit-Stelle an, während es dieses Jahr gerade noch 61% waren.

Kritiker begründen das großflächige Scheitern mit der Art der MBA-Ausbildung. So sei das ganze zu theoretisch, denn MBA-Kandidaten pauken vor allem Fallstudien durch und beschäftigen sich weniger mit der Praxis. Der Ruf nach mehr Praxis und mehr Bildung ist daher unüberhörbar.

Quellen:

Wall Street Journal
WiWo


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