Zwei Jahre verschollen in der weiten Prärie der Geographie
Gegen Ende der elften Klasse sattelten
acht mutige Reiter ihre Pferde und machten sich auf, die staubige Wüste
des Wissens zu durchqueren. Getrieben von unersättlichem Wissensdurst,
oder ganz einfach von " Was soll ich denn sonst wählen....?", gelang
es letztendlich sieben der einst acht mutigen Reiter, die Strapazen dieser
Odyssee durch vulkanische Gebiete, Geosynklinalen, Gunst- und Ungunsträume
von Agrarwirtschaft und Industrie sowie zahlreiche Entwicklungsländer
unter sehr wechselhaftem Lokalklima zu überstehen.
Und eines Tages war es soweit: ABI-Town
lag vor ihnen. Plötzlich brach unter den Helden Panik aus, ob ihre
gesammelte Munition wohl für das Abschlußgefecht ausreichen
würde. Es war ein harter Kampf, doch sieben haben überlebt.

Doch nun die ganze Geschichte...
Es ist mal wieder Dienstagmorgen, Nebel
liegt über dem Tal zu Weikersheim. Die Helden liegen noch dösend
vor Raum 12. Die Zeit verinnt. Plötzlich, exakt um 7:43, ergellt ein
Schrei: "Auf, los jetzt!" Wolfgang "Wolle" Heiligers öffnet hochmotiviert
die Tür zum Saal des Wissens. Aus ihren Träumen gerissen, folgen
vier Frauen und drei Männer weniger motiviert seinem Ruf. Der nun
folgende Unterricht war meist geprägt von uralten Medienbeiträgen,
alten Atlanten und Fachbüchern und des öfteren auch von sinnlosen
Diskusionen. Eine Seltenheit waren Tafelanschriebe, die über ein paar
Striche und unleserliche Hieroglyphen hinausgingen. Falls es dann tatsächlich
einmal vorkam, dass wir nicht mehr weiter wussten, ertönte sogleich
der Schrei: "Jochen geh mal rüber und hol den Schülerduden!!"
Gesagt, getan!
Die Pausen, vor allem die der Nachmittagsstunden,
wurden des öfteren (Ganz zu unserer Freude) zu längeren Raucherpausen
ausgedehnt, in denen wir dann über Gott und die Welt philosophierten.
Zu den wirklichen Highlights dieses
LKs zählte zweifelsohne die Fahrt auf die Schwäbische Alb, wo
zahlreiche Höhlen, sowie positive und negative Karstformen erforscht
wurden. Hierbei herrschte mitunter Lebensgefahr. So wurde bei der Erforschung
einer Höhle der rettende Ausgang durch unseren Höhlenführer
Wolfgang Heiligers versperrt, der nur durch kräftiges ziehen wieder
aus seiner Zwangslage befreit werden konnte. Als kleines Dankeschön
wurde uns dann am Abend beigebracht, wie man Apfelkorn aus einem Trichter
trinkt. So wurde dieser Ausflug zu einer lustigen aber auch sehr lehrreichen
Abenteuerfahrt.
Die Krönung aller Ausflüge
war allerdings die Studienfahrt nach Sorrent, wo wir nicht nur die Kulturlandschaften
des Mittelmeerraumes erkundeten, sondern auch den Touristen in uns "voll"
auslebten.
FAZIT: In den beiden Jahren Erdkunde-LK
herrschte meist ein lockeres und freundschaftliches Klima, wobei der Spaßfaktor
nie zu kurz kam. Dazu kommt noch, dass wir tatsächlich unser geographisches
Wissen erweitern konnten.
Als Minuspunkt muss man aber die Klausuren
ansprechen, deren Niveau eindeutig zu hoch gegenüber dem Unterricht war.
Mit "etwas" Eigeninitiative
( wir haben uns unsere Fachliteratur selbst besorgt!!!) ist ein Erdkunde-LK
bei Wolfgang "Wolle" Heiligers aber dennoch weiter zu empfehlen.


