Mathe LK bei Herrn Philipp
... oder der wahre Grund für unsere Leistung
Am Anfang schuf unser geliebter Thierauf 12 Matheschüler und einen Lehrer. Unsere Köpfe waren wüst und leer, doch Philipps Geist schwebte über uns, und er sprach: "Es werde Licht!"
Damit war das Ziel für die nächsten Jahre vorgegeben. Zunächst wars aber "zappeduschder", weil wir durch knallhartes Abfragen an der Tafel und einen ungewohnten Unterrichtsaufbau dezent verwirrt waren. Deshalb schafften wir pro Stunde auch nur eine Aufgabe und diese hatte oft genau so viele Lösungen wie ein Kreis Ecken.
Durch ein ausgeklügeltes Grundlagentraining erfuhren wir dann, dass "Herzchen+Wurst einer Pommes rot weiß entspricht". Unsere Lösungsquote ging aufgrund dieser Trainingsmethode rapide nach oben und wenn man die bei einem Physiklehrer üblichen 10% Meßfehler miteinbezieht, lagen wir eigentlich immer richtig. Mit diesem geballten Wissen schafften wir es dann auch den Spätzle-Mathe-Lk zu übertrumpfen, was bei Herrn Philipp ungeahnte Euphorie hervorrief:" Jetzt ham'mer die anderen scho überholt - dann müss'mer den Vorsprung au ausbaue."
Nach einem Jahr sank der PH-Wert von 12 auf 10, was uns näher zum neutralen Bereich brachte!? ("Gell da staunt ihr - Chemie könn'mer auch!")
An dieser Stelle sei angemerkt, dass wir eigentlich einen Kooperationskurs mit dem Roos-LK hatten: gleicher Stundenaufbau, gleiche Arbeiten, aber dummerweise wurden die Notenpunkte nicht nach diesem Prinzip verteilt (Mist!).
Die Abivorbereitung verlief dagegen eher zu unseren Gunsten. Herr Philipp erkundigte sich regelmäßig nach unserem Wissensstand mit Aussprüchen wie: "Hoscht mi?!"
Nach dem Abi stieg der Spassfaktor (Hier folgt schon, zum Entsetzten mancher, das Ende dieses Satzes. wir bitten dieses zu entschuldigen, aber uns fiel kein passender Nebensatz mehr ein!). Unser Allgemeinwissen wurde in vielen Gebieten gestärkt - so erfuhren wir zum Beispiel was ein "Russisches Wanderklo" ist: Es besteht aus nur zwei Stöcken, einer ist zum abstützen, den anderen braucht man um Wöfe zu vertreiben.

FAZIT: Ein Mathe-LK bei Herrn Philipp ist zwar mit einigen Problemen beim Umsetzten des Stoffes verbunden, aber Stimmung, Arbeitsklima und Notengebung hätten eigentlich nicht besser sein können!
Als Abschlußbemerkung an die Mitglieder des Spätzle-LK sei festgehalten, dass alle wahren Genies im Schnitt schlecht in der Schule waren, da sie, genau wie wir, einfach unterfordert wurden. Deshalb sei auch noch gesagt: "Dengged net so kompliziert!"


