"Office Consulting" - neuer Studiengang an der Fachhochschule Gießen-Friedberg

| Kategorie: Hochschul-News

In Deutschland gibt es rund 17 Millionen Büroarbeitsplätze und zwar beschäftigen sich viele Arbeitswissenschaftliche Institute an Universitäten mit der Bürogestaltung, einen eigenen Studiengang, explizit für die Büromöbelbranche sucht man bisher leider vergebens. An der Fachhochschule Gießen-Friedberg schließt man diese Lücke ab 2011 nun endlich und bietet den - deutschlandweit einmaligen - StudiengangOffice Consulting an.

Office Consulting umfasst ein Hochschulstudium inklusive Praxiserfahrung. Wer Office-Consulting an der FH Friedberg-Gießen studiert, ist dort immatrikuliert und besitzt gleichzeitig einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen aus der Bürobranche.

Als Studienstandort wurde der StudiumPlus-Campus der FH Friedberg-Gießen in der Wetzlarer Spilburg ausgewählt.

Das Studium dauert insgesamt drei Jahre, und sieht folgenden Studienplan vor:

Grundstudium

1. Semester2. Semester3. Semester
  • BWL 1
  • BWL 2
  • Grundlagen der Bürogestaltung
  • Mathematik für Betriebswirte
  • Wirtschaftsinformatik 1
  • Ebglisch 1
  • BWL 3
  • Externes Rechnungswesen
  • Recht 1
  • Recht 2
  • Statistik
  • Vertrieb
  • BWL 4
  • Arbeitsorganisation
  • Wirtschaftsinformatik 2
  • Projektmanagement
  • Englisch 2
Praxisphase 1Praxisphase 2Praxisphase 3

Hauptstudium

4. Semester5. Semester6. Semester
  • Sozialkompetenz 1
  • Arbeitsumgebung
  • Planspiel Büro
  • Facility Management
  • VWL
  • Betriebsethik und Unternehmergespräche
  • Wahlfach 1
Projektstudium im Unternehmen
  • BWL 5
  • Architektur
  • Sozialkompetenz 2
  • Wahlfach 2

Bachelor-Thesis

Reform der Rundfunkgebühren (GEZ) - was bedeutet das für Studenten

| Kategorie: Studieren

Vorgestern hat es die Politik nach vielen Jahren geschafft, eine Reform der Rundfunkgebühren (vulgo: GEZ) auf den Weg zu bringen. Wobei hier die Frage gestellt werden darf, ob zu einer echten Reform nicht nur die Sicherstellung der Finanzierung, sondern vielleicht auch die Einleitung von Maßnahmen gehört, die eine Verschlankung und somit auch eine Kostenreduktion bei den öffentlich-rechtlichen Sendern bewirkt. Aber zurück zum eigentlichen Thema des Beitrages:

Streichung der geräteabhängigen Gebühr - Einführung der Haushaltsabgabe

Statt wie bisher eine geräteabhängige Abgabe von 5,76 Euro für ein (Auto-)Radio und sogenannte "neuartige Rundfunkgeräte" wie PC, Handys oder das iPad, bzw. 17,98 Euro für bereitgehaltene Fernsehgeräte zu erheben, soll ab 2013 jeder Haushalt in Deutschland die volle Rundfunkgebühr von 17,98 Euro bezahlen. Was bedeutet dies aber nun für Studenten? Nachfolgend haben wir ein paar Lebensszenarien aufgeführt und vergleichen ob heute und in Zukunft Rundfunkgebühren fällig sind.

Übersicht über Lebensszenarien von Studenten und die Gebührenpflicht

In der folgenden Tabelle, eine zusammenfassende Übersicht, Details zu jedem Lebensszenario findet ihr weiter unten auf der Seite.

LebensszenarioHeuteAb 2013
Student, kein eigenes Einkommen, Bafög-Bezug, noch wohnhaft bei den Eltern.Geld - GEZ muss bezahlt werdenGEZ muss nicht bezahlt werden
Student, alleine lebend, kein eigenes Einkommen, aber Bafög-EmpfängerGeld - GEZ muss bezahlt werden

Befreiung auf Antrag möglich
Geld - GEZ muss bezahlt werden
Student, alleine lebend, eigenes Einkommen, kein Bafög-EmpfängerGeld - GEZ muss bezahlt werdenGeld - GEZ muss bezahlt werden
Student, in einer WG lebend, eigenes Einkommen, kein Bafög-EmpfängerGeld - GEZ muss bezahlt werden

Jeder WG-Bewohner muss gesondert Gebühren entrichten
GEZ muss  bezahlt werden

Gebühr fällt nur noch ein mal für die WG an
Student, in einer WG lebend, kein eigenes Einkommen, Bafög-EmpfängerGeld - GEZ muss bezahlt werden

Befreiung auf Antrag für jeden einzelnen möglich

Jeder WG-Bewohner muss gesondert Gebühren entrichten
GEZ muss bezahlt werden

Gebühr fällt nur noch ein mal für die WG an
GEZ muss bezahlt werden = Gebühr muss bezahlt werden
GEZ muss nicht bezahlt werden = Gebühr muss nicht bezahlt werden

Student, kein eigenes Einkommen, Bafög-Bezug, noch wohnhaft bei den Eltern.

Heute:Du musst Rundfunkgebühren an die GEZ bezahlen, wenn du ein Empfangsgerät besitzt, obwohl deine Eltern schon bezahlen und kannst dich auch nicht befreien lassen.
Ab 2013:Du musst keine Rundfunkgebühren mehr bezahlen, da deine Eltern schon die Haushaltsabgabe entrichten.

Student, alleine lebend, kein eigenes Einkommen, aber Bafög-Empfänger

Heute:Rein prinzipiell musst du Rundfunkgebühren an die GEZ bezahlen, wenn du ein Empfangsgerät besitzt, kannst dich aber unter Vorlage deines Bafög-Bescheides befreien lassen.
Ab 2013:Du musst Rundfunkgebühren bezahlen, da du einen eigenen Haushalt führst.

Student, in einer WG lebend, eigenes Einkommen, kein Bafög-Empfänger

Heute:Du musst Rundfunkgebühren an die GEZ bezahlen, wenn du ein Empfangsgerät besitzt. Und bislang muss jeder Bewohner einer Wohngemeinschaft - sofern eigene Geräte vorhanden sind - die Runfunkgebühren an die GEZ gesondert entrichten, d.h. bei einer Wohngemeinschaft mit vier Personen, kassiert die GEZ bislang vier mal 17,98 Euro!
Ab 2013:Ihr müsst in der Wohngemeinschaft nur noch ein mal die Rundfunkgebühren entrichten, könnt euch also die 17,98 Euro teilen. Bei einer Vierer-WG also nur noch rund 4,50 Euro pro Person!

Student, in einer WG lebend, kein eigenes Einkommen, Bafög-Empfänger

Heute:Rein prinzipiell musst du Rundfunkgebühren an die GEZ bezahlen, wenn du ein Empfangsgerät besitzt, kannst dich aber unter Vorlage deines Bafög-Bescheides befreien lassen. Und bislang muss jeder Bewohner einer Wohngemeinschaft - sofern eigene Geräte vorhanden sind - die Runfunkgebühren an die GEZ gesondert entrichten, d.h. bei einer Wohngemeinschaft mit vier Personen, kassiert die GEZ bislang vier mal 17,98 Euro!
Ab 2013:Ihr müsst in der Wohngemeinschaft nur noch ein mal die Rundfunkgebühren entrichten, könnt euch also die 17,98 Euro teilen. Bei einer Vierer-WG also nur noch rund 4,50 Euro pro Person!




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Bundesweiter Bildungsstreik am 9. Juni 2010

| Kategorie: Hochschul-News

Am 09. Juni ist es wieder soweit: der bundesweite Bildungsstreik startet. Im vergangenen Sommer 2009 gingen in über 100 Städten rund 270.000 Menschen, v.a. Schüler, Studierende, Auszubildende, Erwerbstätige, Erwerbslose und Gewerkschafter, gemeinsam auf die Straße um gegen die unzumutbaren Zustände im Bildungssystem zu demonstrieren. Aber nicht nur in Europa, sondern auch auf allen anderen Kontinenten der Welt gab es weitere, zahlreiche Bildungsproteste.

Da sich leider nicht all viel geändert hat in den vergangenen Monaten, sondern im Gegenteil die Forderungen nach Kürzungen bei der Bildung nicht nachlassen oder wie jetzt in Lübeck an der dortigen Universität sogar weiter gekürzt wird, werden auch in diesem Jahr wieder Bildungsproteste organisiert, in denen vielfältige Aktionsformen (Demonstrationen, Blockaden, Besetzungen etc.) ihren Platz finden.

Zukunft der Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen - wird die Campusmaut abgeschafft?

| Kategorie: Hochschul-News

Nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 9.Mai ist klar, dass es einen Regierungswechsel gibt. Erst gestern hat FDP-Chef Westerwelle auch wieder eine Ampel-Koalition aus SPD, FDP und Grünen ins Spiel gebracht, desweitern gibt es noch die Option auf eine Große Koalition aus SPD und CDU. Egal wie das Regierungsbündnis letztendlich aussieht, sehr wahrscheinlich dürfte es sein, dass in einem Koalitionsvertrag auch die Abschaffung der Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen Erwähnung findet.

Nachdem zuletzt im Saarland und zuvor in Hessen die Studiengebühren wieder abgeschafft wurden, wäre Nordrhein-Westfalen das dritte Bundesland in kürzester Zeit, welches die Campusmaut wieder abschafft und so verblieben mit Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg und Niedersachsen nur noch vier von 16 Bundesländern, welche Studiengebühren für ein Erststudium erheben.

Übersicht: Welche Bundesländer erheben Studiengebühren - und wie hoch sind diese?

Hinweise der Parteien in NRW auf die Abschaffung der Studiengebühren:

SPD NRW: Freude statt Frust - Freude auf ein NRW mit kostenfreier Bildung für alle
Grüne NRW: Für eine gerechte Bildungspolitik: Weg mit schwarz-gelb!

Uni Lübeck steht vor dem Aus - Protestaktion "Lübeck kämpft" gestartet

| Kategorie: Hochschul-News

Wie mehrere Medien berichten, steht es schlecht um die Universität Lübeck. So schreibt beispielsweise der Spiegel, dass die schwarz-gelbe Landesregierung Schleswig-Holsteins das Lübecker Medizinstudium streichen möchte - und damit wohl die ganze Uni "killt". Konkret heißt es, dass im Rahmen eines Sparpakets ab dem Wintersemester 2011/2012 der Studiengang Medizin an der Universität Lübeck abgeschafft werden und statt dessen an der Universität Kiel integriert werden soll. Welche weitreichenden Folgen dies für die Hansestadt Lübeck haben könnte, hat Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe beschrieben:
Der Ausstieg aus der Medizinerausbildung ist der Einstieg in die Abwicklung der Universität zu Lübeck. Das hätte fatale Folgen für den Wissenschaftsstandort und die ganze Region. Wachstum und Arbeitsplätze in Zukunftsbranchen werden fahrlässig gefährdet, die Strukturschwäche der Region würde weiter dramatisch verschärft.
Mittlerweile gibt es auch eine Protestaktion, wie auf den Seiten des Flughafens Lübeck zu lesen ist. Der Asta der Uni Lübeck ruft auf zur Aktion "Lübeck kämpft für seine Uni". Zudem hat man bei Twitter auch schon das Hashtag HLkaempft eigeführt, um so schnell die neuesten Informationen zum Protest verbreiten und austauschen zu können.

Weitere Quellen: