Welche Bundesländer verlangen Studiengebühren? Wo kann man noch gebührenfrei studieren?

| Kategorie: Studieren

Seit etwa zwei Jahren werden immer mehr Studenten für ihr Studium zur Kasse gebeten und müssen Studiengebühren bezahlen. Da die Lage in jedem Bundesland unterschiedlicher nicht sein könnte, haben wir hier zwei Tabellen und eine Übersichtskarte zusammengestellt um etwas Licht in das Dickicht des Gebühren-Dschungels zu bringen.

In der ersten Tabelle wird die aktuelle Situation dargestellt, also welche Bundesländer, welche Art von Studiengebühren erheben und wie hoch diese sind oder anders herum gefragt, wo kann man noch gebührenfrei studieren? In der zweiten Tabelle kann man dann die aktuell bekannten Planungen für die Zukunft ablesen. Sprich, welche Länder planen ebenfalls die Einführung von Studiengebühren bzw. welche Erhöhungen und Änderungen sind in den Ländern geplant, die jetzt schon Gebühren erheben? Um die ganze Sache abzurunden haben wir am Ende des Artikels auch noch eine Deutschlandkarte hinzugefügt, auf der sofort ersichtlich wird in welchen Bundesländern aktuell Gebühren erhoben werden, wo eine Abschaffung geplant ist und wo aktuell keine Gebühren erhoben werden.

Welche Bundesländer erheben aktuell Studiengebühren?

In der nachfolgenden Tabelle spiegelt sich der Stand zum Januar 2012 wieder.

BundeslandArt der StudiengebührenHöhe
Baden-Württembergkeine (Abschaffung zum Sommersemester 2012)-
BayernAllgemeine Studiengebührenbis EUR 500 (An FHs mind. EUR 100, an Unis mind. EUR 300)
Berlinkeine-
Brandenburgkeine-
BremenLangzeit-StudiengebührenEUR 500
HamburgAllgemeine Studiengebühren
(nachgelagert)
EUR 375
Hessenkeine-
Mecklenburg-Vorpommernkeine-
NiedersachsenAllgemeine- und Langzeit StudiengebührenAllgemeine: EUR 500
Langzeit: EUR 600 - 800
Nordrhein-WestfalenAllgemeine Studiengebühren (Abschaffung zum Wintersemester 2011/2012)bis EUR 500
Rheinland-Pfalz1. Studienkonten/ Seniorenstudium
2. Zweitstudium
EUR 650
SaarlandStudiengebühren seit dem Sommersemester 2010 abgeschafft
Sachsen-AnhaltLangzeit-StudiengebührenEUR 500
SachsenGebühren für ZweitstudiumEUR 30-450
Schleswig-Holsteinkeine-
ThüringenLangzeit-StudiengebührenEUR 500

Geplante Studiengebühren

Die in dieser Tabelle aufgeführten Informationen sind teilweise davon abhängig, wie die nächsten Landtagswahlen in den Bundesländern ausgehen. Hessen hat z.B. nur für die aktuelle Legislaturperiode die Einführung allgemeiner Studiengebühren ausgeschlossen. Sollten CDU/FDP im Jahr 2014 die Macht verteidigen können, kann sich das auch schnell wieder ändern.
Selbiges gilt auch für die Abschaffung der Campusmaut in den Ländern. So hat die im Jahr 2010 in Nordrhein-Westfalen gebildete Minderheitsregierung von SPD und Grünen im Februar 2011 eine Abschaffung der Gebühren zum Wintersemester 2011/2012 beschlossen. In Hamburg wurde die Abschaffung zum Wintersemester 2012/2013 bekannt gegeben und nach dem historischen Machtwechsel in Baden-Württemberg plant die zukünftige grün-rote Regierung unter dem designierten Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann von den Grünen ebenfalls die Abschaffung der Studiengebühren in Baden-Württemberg, hier allerdings schon zum Sommersemester 2012.

BundeslandArt der StudiengebührenHöhe
Baden-WürttembergAbschaffung zum Sommersemester 2012-
Bayernaktuell keine Änderungen bekannt-
BerlinEinführung von Studienkonten-
BrandenburgLangzeit-Studiengebühren bzw. Studienkonten oder Allgemeine StudiengebührenEUR 500
Bremenaktuell keine Änderungen bekannt-
HamburgVoraussichtliche Abschaffung zum Wintersemester 2012/2013-
HessenLangzeit-Studiengebühren evtl. auch allg. Studiengebühren ab 2014EUR 500
Mecklenburg-Vorpommernaktuell keine Änderungen bekannt-
NiedersachsenAllgemeine Studiengebühren (Erhöhung)> EUR 500
Nordrhein-WestfalenAbschaffung der Allgemeinen Studiengebühren zum Wintersemester 2011/2012 beschlossen
Rheinland-PfalzStudiengebühren für ExterneEUR 500
SaarlandAbschaffung der Gebühren zum Sommersemester 2010-
Sachsen-AnhaltAllgemeine StudiengebührenEUR 500
Sachsenaktuell keine Änderungen bekannt-
Schleswig-HolsteinAllgemeine StudiengebührenEUR 500
Thüringenaktuell keine Änderungen bekannt-

Übersichtsgrafik zur Studiengebühren-Situation in Deutschland

Deutschlandkarte mit Übersicht der Bundesländer die Studiengebühren erheben
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Im Ausland studieren - aber wo? 5 Tipps für die Wahl des Auslandsstudienortes

| Kategorie: Studieren im Ausland

Ein oder mehrere Semester im Ausland zu verbringen ist heutzutage fast schon fester Bestandteil eines jeden Studiums. Wer sich mit dem Gedanken befasst, für sein Studium ins Ausland zu gehen, steht dabei zunächst einmal vor der elementaren Frage, wo man studieren soll? Viele Universitäten bieten zwar oftmals selbst schon zahlreiche Kooperationen mit verschiedenen ausländischen Hochschulen an, jedoch sollte man zunächst einmal unabhängig von Studienangebot überlegen, wo man lieber studieren möchte. Dieser Beitrag soll ein paar Entscheidungshilfen mit auf den Weg geben.

1. Wo möchte man studieren und leben? Großstadt oder ländliche Idylle?

Prinzipiell kann man sich bei der Wahl des Studienortes zwischen einer pulsierenden Großstadt oder einer gemütlichen Kleinstadt entscheiden. Daher sollte man sich zunächst einmal überlegen, ob man lieber eine große Stadt mit einem vielfältigen Kulturangebot, lebendigem Nachtleben und zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten bevorzugt oder ob man in einer tendenziell kleineren Stadt, die aber dafür mehr Charme versprüht und vielleicht über interessante historische Orte verfügt, leben will.
Studieren im Ausland - Paris, Frankreich - Eiffelturm

2. Kalte oder warme Region?

Studieren in Skandinavien im Winter? Oder lieber in Florida bei eher tropischen Temperaturen? Nicht jeder mag es besonder kalt oder besonders warm, daher sollte man sich genau überlegen, in welcher Klimazone und zu welcher Jahreszeit man sein Auslandssemester verbringen möchte.

3. Neue Sprache lernen?

Der Gang ins Ausland bringt es mit sich, dass man mit einer fremden Sprache konfrontiert wird. Unter Umständen beherrscht man die Landessprache schon. Wer beispielweise in die USA, nach Australien oder nach England geht, wird Englisch schon einigermaßen gut sprechen können. Ähnlich verhält es sich mit Sprachen wie Französisch oder Spanisch, die an deutschen Gymnasien relativ häufig angeboten werden. Neben Frankreich und Spanien werden diese Sprachen häufig in den ehemaligen französischen Kolonien in Afrika bzw. in Lateinamerika gesprochen.

Wer aber erst begonnen hat beispielsweise Mandarin zu lernen, wird vielleicht lieber nach China gehen wollen, um dort vor Ort die neue Sprache vertieft lernen zu können.

4. Zukunftsperspektive: wie sehen deine Pläne für deine berufliche Zukunft aus?

Deine zukünftigen beruflichen Absichten sollten ebenfalls bei der Wahl eines Studienortes im Ausland bedacht werden. Recherchiere ein wenig über die besten Universitäten in deinem Fachbereich bzw. deiner Vertiefungsrichtung. Ebenso wäre es denkbar sich einen Studienort herauszusuchen der ein weltweites Zentrum für deinen Bereich bzw. deinen gewünschten Berufszweig darstellt. Willst du beispielsweise in die Finanzindustrie gehen, wären sicherlich die Städte mit den großen Börsenplätzen wie New York, London oder Tokyo eine interessante Wahl. Kommst du aus dem Bereich der IT wäre vielleicht eine Uni in Kalifornien oder in Asien von Interesse.

5. Wie groß ist dein finanzieller Spielraum?

Das liebe Geld spielt bei der Wahl nach dem Studienort leider auch keine unwichtige Rolle. Daher sollte man sich zunächst einmal überlegen wie viel Geld man für sein Auslandsstudium zur Verfügung hat und wie viel finanzielle Unterstützung man durch ein Auslandsstipendium oder durch andere Zuwendungen von Dritter Seite einplanen kann. Vergiss dabei auch nicht, dass die Kosten für ein Auslandsstudium nicht nur aus den Studiengebühren bestehen sondern auch, dass je nach Region völlig unterschiedliche Lebenshaltungskosten auf dich zukommen.

Neuer Masterstudiengang Zahnmedizinische Ästhetik und Funktion in Greifswald

| Kategorie: Studiengänge

Ab dem Dezember 2011 ist es möglich an der Universität Greifswald den berufsbegleitenden Masterstudiengang Zahnmedizinische Ästhetik und Funktion zu belegen. Der Master-Studiengang ist auf zweieinhalb Jahre berufsbegleitend angelegt (inklusive Masterarbeit) und gliedert sich in insgesamt 21 Module in zwölf Terminblöcke. Die Kurse finden an wechselnden Orten statt, zum einen in Greifswald selbst sowie in Westerburg in Rheinland-Pfalz und in der bayerischen Landeshauptstadt München. Die Präsenzlehre erstreckt sich dabei auf 32 Tage innerhalb von zwei Jahren.

Alle Absolventen des Studienganges werden zum Masters of Science (M.Sc.) ernannt. Für den Erwerb des Masters of Science in Zahnmedizinischer Ästhetik und Funktion schließt das Studium mit einer Masterthesis und einem Kolloquium ab.

Das Master-Studium an der Universität Greifswald soll eine interdisziplinäre, berufsbezogene und wissenschaftliche Weiterbildung in zahnmedizinischer Ästhetik und Funktion darstellen. Die Master-Studenten erwerben in den zweieinhalb Jahren ihrer Ausbildung sowohl umfassende Kenntnisse und Fertigkeiten in der Anwendung von Methoden der Rekonstruktion mit dem Schwerpunkt auf funktionelle und ästhetische Aspekte als auch die Fähigkeit die anwendbaren Methoden im Kontext kritisch zu beurteilen und Fragestellungen, welche sich im Zusammenhang mit dem Einsatz der Methoden ergeben, wissenschaftlich zu untersuchen.

Praxisbezogene und wissenschaftliche Schwerpunkte des Studiums Zahnmedizinische Ästhetik und Funktion

  1. Rekonstruktion auf hohem zahnmedizinischen Qualitätsniveau mit dem besonderen Anspruch an die rote und weiße Ästhetik, sowie funktionelle Aspekte des neuromuskulären Regelkreises
  2. Erfassung von Indikationen und Kontraindikationen im speziellen Erkennen von Patienten mit einer Somatisierungsstörung und nicht real bezogenen Wünschen (Projektionsphänomen), so wie parodontaler und myoarthrogener Erkrankungen
  3. Integration von Behandlungsstrategien in den Praxisalltag (Optimieren von Workflowprozessen, etc.) einschließlich Teamwork und vernetztes Arbeiten mit dem zahntechnischen Labor.
  4. Grundlagen und Fertigkeiten in Literaturrecherchen und wissenschaftlichen Datenanalysen
  5. Bewertung der Entscheidungsfindung unter wissenschaftlichen und evidenzbasierten Gesichtspunkten
  6. wissenschaftliche Hintergründe der einzelnen Verfahren und der dabei angewendeten Materialien und Werkstoffen und biologischen Gesichtspunkten

Quelle: Uni Greifswald


Mehr Informationen gibt es auf der Website der Universität Greifswald: Uni Greifswald

Neuer dualer Studiengang Hebammenwesen an der Fachhochschule Ludwigshafen

| Kategorie: Studiengänge

Die Fachhochschule Ludwigshafen bietet seit dem Wintersemester 2011/2012 den neuen dualen Studiengang Hebammenwesen an. Der Studiengang ist ein Angebot an angehende Hebammen, die so parallel zu ihrer Ausbildung ein Studium absolvieren können.

Zum Inhalt des siebensemestrigen Studiums gehören unter anderem Betriebsführung und wissenschaftliche Methoden. Erfolgreiche Absolventen des dualen Studiengangs Hebammenwesen erhalten den akademischen Grad Bachelor of Arts und können in Arbeitsfeldern tätig werden, die über die reine Geburtshilfe hinausgehen.

Der von der Fachhochschule Ludwigshafen in Kooperation mit den Diakonien Speyer-Mannheim entwickelte Studiengang Hebammenwesen wird mit 100.000 Euro vom Land Rheinland-Pfalz gefördert.

Studienorganisation und –aufbau

Wie schon zuvor erwähnt, ist der Studiengang ist als 7-semestriges Studium konzipiert. Dieses gliedert sich in zwei Studienphasen.

Studienphase Eins, welche die Semester 1-4 umfasst ist ausbildungs- bzw. berufsintegriert mit einem festen Studientag pro Woche. Während dieser Studienphase werden die Grundlagen der Hebammenwissenschaft und deren Bezugswissenschaften vermittelt.
Die zweite Studienphase, welche die Semester 5-7 umfasst, wird als Vollzeitstudium absolviert. Dabei liegt der Schwerpunkt neben der Darstellung verschiedener Konzepte für eine wissenschaftlich fundierte und professionelle Hebammentätigkeit in der Durchführung selbstgewählter Forschungsprojekte und der Erstellung der Bachelorarbeit.

Das Studium ist modular aufgebaut und umfasst insgesamt 10 Module. Jedes einzelne Modul wird mit einer Modulprüfung abgeschlossen.

Studienplatzbewerbung

Das Studium Hebammenwesen beginnt jeweils im Wintersemester; Bewerbungsschluss ist der 15.07. des laufenden Jahres. Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt.

Zugangsvoraussetzungen

1) Abitur oder Fachhochschulreife und
Ausbildungsvertrag mit einem Kooperationspartner im Sinne der Kooperationsvereinbarung und
das Absolvieren eines ausreichenden Ausbildungsabschnittes der Ausbildung zur Hebamme/Entbindungspfleger bei einem Kooperationspartner bis zum Beginn der Vorlesung des 1. Studienabschnittes (i.d.R. Absolvieren des ersten Ausbildungsjahres)
oder
2) Abitur oder gleichwertig anerkannte Vorbildung und
eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung zur Hebamme/zum Entbindungspfleger
oder
3) eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung zur Hebamme/zum Entbindungspfleger mit einem Notendurchschnitt von mindestens 2,5 (gut) und
eine mindestens 2-jährige einschlägige berufliche Tätigkeit

Mehr Informationen: Fachhochschule Ludwigshafen

Management für Gesundheits- und Pflegeberufe - ein neuer Studiengang an der Hochschule Neu-Ulm

| Kategorie: Studiengänge

Die Fakultät Gesundheitsmanagement der Hochschule Neu-Ulm bietet zum Sommersemester 2012 den neuen Bachelor-Studiengang Management für Gesundheits- und Pflegeberufe an.

Der schon seit April 2011 als Weiterbildungsangebot bestehende Studiengang ist als Angebot für Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen, also z.B. Kranken-, Alten und Gesundheitspfleger, Therapeuten, Hebammen und Medizinische Fachangestellte, gedacht, die berufsbegleitend studieren möchten. Absolventen des Studiengangs Management für Gesundheits- und Pflegeberufe werden für leitende Positionen in Kliniken, Rehabilitations- und Pflegeeinrichtungen sowie ambulanten Einrichtungen ausgebilde und erhalten den akademischen Grad Bachelor of Arts.

Durch kompakt gehaltene Präsenzzeiten von je zwei Blockwochen im Semester wird die Vereinbarkeit von Beruf und Studium gewährleistet.

Gebühren

Für das berufsbegleitende Studium des Managements für Gesundheits- und Pflegeberufe wird eine Gebühr von 1.250 Euro erhoben. Darin sind die Kosten für die Teilnahme an allen Präsenzveranstaltungen, die E-Learning-Einheiten, Prüfungsgebühren sowie die Kosten für die Betreuung der Bachelor-Arbeit enthalten.

Bewerbung

Interessente Bewerber können Sie sich mit mittlerer Reife oder Fach- und Hochschulreife, einer abgeschlossenen dreijährigen Ausbildung in einem Gesundheits- und Pflegeberuf mit entsprechender Berufserfahrung bewerben. Bei mittlerer Reife sind mindestens drei Jahre Berufserfahrung in einem Gesundheitsberuf Voraussetzung.

Das Studium beginnt einmal jährlich im Frühjahr, der Bewerbungszeitraum dauert vom 15. November bis zum 15. Januar

Weitere Informationen: www.hs-neu-ulm.de/mgp