Universität Heidelberg entzieht Silvana Koch-Mehrin den Doktortitel

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Die Abgeordnete des Europaparlamentes, Silvana Koch-Mehrin darf den akademischen Grad des Doktors nicht mehr führen. Diese Entscheidung fällte am gestrigen Mittwoch die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, da ihre Dissertation mit dem Titel Historische Währungsunion zwischen Wirtschaft und Politik in "substantiellen Teilen" aus Plagiaten besteht.

Koch-Mehrin soll auf rund 80 Seiten der Arbeit an mehr als 120 Stellen Texte geschrieben haben, die nach Urteil des Promotionsausschusses der Ruprecht-Karls-Universität als Plagiate einzuordnen sind. Die Plagiate sollen aus über 30 verschiedenen Veröffentlichungen stammen, von denen etwa zwei Drittel nicht im Literaturverzeichnis verzeichnet sind.

Die FDP-Politikerin will nun prüfen lassen, ob die Entscheidung der Heidelberger Universität rechtswidrig ist.
Interessante Links zur Plagiatsaffäre Silvana Koch-Mehrin:

Später Vorlesungsbeginn führt zu höherem Alkoholkonsum und schlechteren Noten

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Einer amerikanischen Studie zu Folge, die von der American Academy of Sleep Medicine veröffentlicht wurde, kam heraus dass ein später Beginn der Vorlesungen dazu führt, dass Studenten zwar länger schlafen können, dafür aber häufiger Alkohol trinken. Dies führt wiederum zu einem weniger erholsamen Schlaf und damit einhergehender Schläfrigkeit am Tage, vor allem aber zu schlechteren Prüfungsnoten.

Betroffen sind davon vor allem Studenten deren Chronotyp als Eule bezeichnet wird, die also im Vergleich zu Frühaufstehern (den sogenannten Lerchen) und Normaltypen generell am Morgen nur schwer aus dem Bett kommen.

Quellen:

Ist die Doktorarbeit von Dr. Silvana Koch-Mehrin auch ein Plagiat?

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Die Plagiatsjäger im Netz scheinen Blut geleckt zu haben, denn schon wieder wurden in einer Dissertation einer bekannten Person mehrere verdächtige Stellen entdeckt, die den Eindruck erwecken, dass hier nicht ganz sauber wissenschaftlich gearbeitet wurde. Erwischt hat es dieses mal die Europaabgeordnete Dr. Silvana Koch-Mehrin von der FDP.

Im sogenannten VroniPlag Wiki (benannt nach Veronica Saß, deren Dissertation ebenfalls unter Plagiatsverdacht steht) ist seit gestern eine Unterseite für die Analyse der Dissertation von Silvana Koch-Mehrin eingerichtet. Nach rund einem Tag wurden auf 24 Seiten, dass entspricht rund 12 Prozent des Gesamttextes, Plagiate gefunden.

Dr. Silvana Koch-Mehrin hatte ihre Dissertation mit dem Titel Historische Währungsunion zwischen Wirtschaft und Politik im Jahr 2000 an der Philosophischen Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg eingereicht. Veröffentlicht wurde die Doktorarbeit von Koch-Mehrin ein Jahr später (Historische Währungsunion zwischen Wirtschaft und Politik bei Amazon).

Weitere Informationen im Netz zum Plagiatsfall Dr. Silvana Koch-Mehrin:



Dissertations-Plagiate die Dritte: Matthias Pröfrock

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Nur wenige Wochen nach dem Skandal um Karl Thedor zu Guttenbergs Dissertation und nur wenige Tage nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen Veronica Saß, die Tochter des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten, erlebt der Wissenschaftsstandort Deutschland den dritten Dissertations-Skandal einer mehr oder weniger prominenten Person.

Dieses mal steht der CDU-Politiker Dr. Matthias Pröfrock im Verdacht an mehreren Stellen seiner Dissertation geschummelt zu haben. Wie schon bei zu Guttenberg und bei Saß nimmt die Netzgemeinde seine Dissertation gezielt auseinander und so sind laut aktuellem Stand mittlerweile auf jeder vierten Seite Plagiate gefunden worden.

Matthias Pröfrock hatte seine Dissertation im Jahr 2007 zum Thema Energieversorgungssicherheit im Recht der Europäischen Union an der juristischen Fakultät der Universität Tübingen geschrieben.

Der CDU-Abgeordnete Matthias Pröfrock wurde erst vergangene Woche bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg direkt in den Landtag als Abgeordeter des Wahlkreis 15 Waiblingen gewählt. Ob er sein Mandat antritt ist derzeit noch unklar.

Die Dissertation kann direkt hier abgerufen werden: Inaugural-Dissertation: Energieversorgungssicherheit im Recht der Europäischen Union

Weitere Berichte zum Plagiats-Vorwurf gegen Matthias Pröfrock:

Plagiats-Vorwurf: Hat auch Edmund Stoibers Tochter Veronica Saß bei ihrer Dissertation abgeschrieben?

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Wie vor wenigen Tagen bekannt wurde, prüft die Universität Konstanz gerade die Dissertation einer ehemaligen prominenten Doktorandin. Nur wenige Wochen nach dem Skandal um die Dissertation des ehemaligen Verteidigungsministers Karl Theodor zu Guttenberg steht nun Veronica Saß, die Tochter des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten und Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber, im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit.

Wie auch schon im Falle zu Guttenbergs wird ihre Dissertation durch viele Helfer im Internet Stück für Stück seziert. Wie man der Seite VroniPlag Wiki entnehmen kann, wurde mittlerweile auf gut jeder dritten Seite ein Plagiat gefunden bzw. steht der Verdacht im Raume, dass es sich bei einigen Textstellen um ein Plagiat handeln könnte (Stand: 05.04.2011).

Saß, die heute in einer Anwaltskanzlei in München arbeitet, hatte im Jahr 2009 ihre Dissertation mit dem Titel Regulierung im Mobilfunk am Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Konstanz eingereicht. Unter den plagiatsverdächtigen Stellen sollen sich auch Zitate aus der Online-Enzyklopädie Wikipedia befinden, was die ganze Sache auch vor dem Hintergrund spannend macht, da heutzutage eigentlich jedem Erstsemester eingebläut wird, dass die Verwendung von Wikipedia als Quelle ein absolutes No-Go darstellt.

Weitere Berichte zum Plagiats-Vorwurf gegen Veronika Saß: