Universität Bayreuth entzieht Karl-Theodor zu Guttenberg den Doktortitel

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Jetzt ist es amtlich: die Universität Bayreuth entzieht Verteidungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg den Doktortitel.

Vor fast zehn Tagen kamen die ersten Gerüchte auf, dass Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg bei seiner Dissertation fremde Text-Passagen verwendete ohne die Quellen kenntlich zu machen (Siehe: Hat Verteidigungsminister Karl Theodor Freiherr zu Guttenberg in seiner Doktorarbeit abgeschrieben?). In den darauffolgenden Tagen gab es mehr und mehr Hinweise darauf, dass nicht nur einige wenige Stellen kopiert waren sondern dass große Teile von zu Guttenbergs Dissertation ein Plagiat sind. Darüberhainaus verwendete er offensichtlich insgesamt sechs, vom wissenschaftlichen Dienst des Bundestages verfasste Texte, obwohl derartige Schriften nur im Rahmen der Ausübung eines Bundestagsmandates angefertigt und genutzt werden dürfen.

Nachdem zu Guttenberg dann vörübergehend auf seinen Doktortitel verzichten wollte, bot er zunächst an, gänzlich auf den Titel des Dr. jur. zu verzichten, da es in seiner Arbeit zu groben "handwerklichen Fehlern" gekommen sei. Gestern Abend erfolgte dann die offizielle Aberkennung durch die Universität Bayreuth, so dass zu Guttenberg sich überhaupt nicht mehr mit dem Titel Dr. jur. schmücken darf. Die schnelle Rücknahme des Doktortitels erfolgte jedoch nur, weil zu Guttenberg - objektiv betrachtet - wissenschaftliche Standards nicht eingehalten haben soll. Die Frage einer vorsätzlichen Täuschung war nicht Gegenstand der Untersuchung durch die Promotionskommission der Universität Bayreuth gewesen.

Von wissenschaftlicher Seite wird inzwischen der Unmut über die Verharmlosung von Plagiaten und die Ausreden zu Guttenbergs immer größer und die Netzgemeinde will sich weitere Dissertationen hochrangiger Politiker vorknöpfen.

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Hat Verteidigungsminister Karl Theodor Freiherr zu Guttenberg in seiner Doktorarbeit abgeschrieben?

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Deutschlands Verteidigungsminister Dr. jur. Karl Theodor Freiherr zu Guttenberg, sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, bei seiner 2006 an der juristischen Fakultät der Universität Bayreuth abgegebenen Doktorarbeit, insgesamt mehrere Seiten ohne Quellenangaben wörtlich zitiert zu haben. Brisant wird diese Behauptung vor allem auch dadurch, dass zu Guttenbergs Arbeit, die 2009 unter dem Titel Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU veröffentlicht wurde, mit der Bestnote summa cum laude ausgezeichnet ist (summa cum laude - lat. für "mit höchstem Lob", "mit Auszeichnung", "ausgezeichnet" - summa cum laude entspricht bei einer typischen deutschen Notenskala von 1-6 einer Note zwischen 0,5-0,7).

Erhoben werden die Plagiatsvorwürfe von Andreas Fischer-Lescano, selbst Juraprofessor an der Universität Bremen. Er sagt, die Doktorarbeit zu Guttenbergs sei an mehreren Stellen "ein dreistes Plagiat". So sollen durch die gesamte Doktorarbeit hindurch immer wieder textliche Kopien aus anderen Werken zu finden sein und dies sogar teilweise über eine gesamte Seite hinweg. Aufgefallen sind Fischer-Lescano die kopierten Textpassagen im Rahmen einer Routineprüfung. Ob an den Vorwürfen etwas dran ist, wird zur Zeit an der Universität Bayreuth, wo zu Guttenberg seine Doktorarbeit abgegeben hatte, durch den "Ombudsmann für Selbstkontrolle in der Wissenschaft", Professor Diethelm Klippel geprüft.

Karl Theodor Freiherr zu Guttenberg: Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU

Senkung der Studiengebühren an der Universität Augsburg

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Erfreuliche Nachrichten für alle Studierenden der Universität Augsburg. Dort wird das Studieren nämlich ab dem kommenden Wintersemester 2011/2012 um 30 Euro günstiger. Wer dann an der Universität Augsburg eingeschrieben ist, muss zukünftig nur noch 450 statt wie zuvor 480 Euro an Studiengebühren für jedes Semester berappen. Damit liegt man, von der Höhe der Gebühren, jetzt gleichauf mit der Hochschule Augsburg, die ebenfalls 450 Euro Studiengebühren je Semester erhebt. Günstigste Hochschule in Bayern ist übrigens die Universität Bamberg, wo man für 400 Euro im Semester studieren kann.

Um die durch die Senkung der Studeingebühren entstehenden Einnahmeausfälle zu kompensieren wird es allerdings an einigen Stellen Kürzungen geben müssen. Dazu gehört beispielsweise die Abschaffung der Beitragsbefreiung für die besten zehn Prozent der Studierenden und der Absolventen.

Mecklenburg-Vorpommern führt das Diplom für Ingenieure wieder ein

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Durch die Bologna-Reformen wurde der weltweit berühmte Titel Diplom-Ingenieur (Dipl.-Ing.) obsolet und flächendeckend abgeschafft. Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern macht nun die Rolle rückwärts und führt den Diplomabschluss wieder ein. Absolventen an ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern können dann wieder den Titel Diplomingenieur bei erfolgreichem Studienaschluss tragen.

Beschlossen hat dies der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern durch eine entsprechende Gesetzesnovelle am 15. Dezember 2010. Entsprechend der Novelle können Absolventen danach zwischen Master und Diplom wählen. Wer sich nach einem fünfjährigem Studium für das Diplom entscheidet, bekommt aber auch eine sogenannte Äquivalenzbescheinigung, einen Nachweis, dass sein Diplom einem Masterabschluss gleichzusetzen ist.

Bundesweiter Bildungsstreik am 9. Juni 2010

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Am 09. Juni ist es wieder soweit: der bundesweite Bildungsstreik startet. Im vergangenen Sommer 2009 gingen in über 100 Städten rund 270.000 Menschen, v.a. Schüler, Studierende, Auszubildende, Erwerbstätige, Erwerbslose und Gewerkschafter, gemeinsam auf die Straße um gegen die unzumutbaren Zustände im Bildungssystem zu demonstrieren. Aber nicht nur in Europa, sondern auch auf allen anderen Kontinenten der Welt gab es weitere, zahlreiche Bildungsproteste.

Da sich leider nicht all viel geändert hat in den vergangenen Monaten, sondern im Gegenteil die Forderungen nach Kürzungen bei der Bildung nicht nachlassen oder wie jetzt in Lübeck an der dortigen Universität sogar weiter gekürzt wird, werden auch in diesem Jahr wieder Bildungsproteste organisiert, in denen vielfältige Aktionsformen (Demonstrationen, Blockaden, Besetzungen etc.) ihren Platz finden.