Kurzarbeitergeld – Informationen zur Entlohnung bei Kurzarbeit

Kurzarbeitergeld – Informationen zur Entlohnung bei Kurzarbeit

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Das kleine Wörtchen Kurzarbeit macht immer mehr die Runde. Vor einigen Tagen, kam eine Meldung heraus, dass bei der Bundesagentur für Arbeit schon eine Million Anträge auf Kurzarbeit aus konjunkturellen Gründen vorliegen (MSN.de). Kurzarbeit und das damit verbundene Kurzarbeitergeld ist also ein Thema, das nicht nur ein paar wenige Arbeitnehmer angeht und das bei einigen sicherlich viele Fragen aufwirft. Was Kurzarbeitergeld genau ist, darauf wollen wir hier ein paar Antworten geben:

Wann habe ich einen Anspruch auf Kurzarbeitergeld?

Ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht dann, wenn mehr als ein Drittel der Belegschaft eines Unternehmens einen Entgeltausfall von mindestens 10% hinnehmen muss und der Ausfall von Arbeit, der diese Entgelteinbußen bewirkt, unvermeidbar und nur vorrübergehender Natur ist.



Hier ist allerdings anzumerken, dass diese Drittel-Regelung aufgrund einer Gesetzesänderung, in Kürze für die kommenden zwei Jahre aufgehoben werden soll.

Wieviel Geld bekomme ich während der Kurzarbeits-Phase?

Hier muss man etwas differenzieren, da für die Festlegung des Kurzarbeitergeldes zwei Bemessungsgrundlagen existieren:

1. Arbeitnehmer ohne Kind, für das eine Berechtigung für Kindergeld vorliegt:
– Sie erhalten 60% ihres Nettogehaltes

2. Arbeitnehmer mit Kind, für das eine Kindergeldberechtigung vorliegt:
– Sie erhalten 67% ihres Nettogehaltes

Dazu kommt, was aber vom Tarifvertrag bzw. der Betriebsvereinbarung abhängig ist, eine Aufstockung durch den Arbeitgeber. Dadurch kann sich der Nettoeinkommensverlust deutlich reduzieren. Informationen ob solche eine Aufstockung durch das Unternehmen erfolgt, erhalten sie entweder beim Betriebsrat oder bei der Lohnbuchhaltung.

Was ist mit Zeitarbeitern?

Gute Nachrichten für Leiharbeiter: Auch als Zeitarbeiter erhalten sie seit kurzem ebenfalls Kurzarbeitergeld! Während sonst Zeitarbeiter als erstes ein Unternehmen verlassen mussten, können sie jetzt auf einen Verbleib im Unternehmen erhoffen, sofern die Schwankungen im Auftragseingang nicht nur kurzfristiger Natur sind, sondern auch in einem Zeitraum von 3-6 Monaten keine Verbesserung der Beschäftigungslage zu erwarten ist.

Verbesserungen für den Arbeitgeber

Am 12. Januar 2009 hat die große Koalition einige Änderungen beschlossen, die auch Arbeitgebern zu gute kommen. So müssen Arbeitgeber, wenn sie Kurzarbeit angemeldet haben, in den nächsten zwei Jahren nur noch die Hälfte der sonst fälligen Sozialversicherungsbeiträge bezahlen. Die andere Hälfte wird, wie auch das Kurzarbeitergeld selbst, von der Bundesagentur für Arbeit bezahlt. Wie wir hier auch schon geschrieben haben, sollte man die Zeit der verordneten Kurzarbeit am besten für Weiterbildungsmaßnahmen nutzen.Denn auch in diesem Bereich gibt es eine wichtige Änderung: Qualifiezierungsmaßnahmen durch den Arbeitgeber werden finanziell gefördert, sprich der Arbeitgeber ehält auf Antrag bei der Bundesagentur für Arbeit die vollen Sozialversicherungsbeiträge zurückerstattet.

Sollte ihr Arbeitgeber keine Weiterbildungsmaßnahmen während der Kurzarbeit anbeiten, haben wir Ihnen hier die 5 besten Gründe zusammengetragen, warum man sich während der Wirtschaftskrise weiterbilden sollte oder sie fordern über die nachfolgenden Links direkt kostenloses Informationsmaterial bei entsprechenden Bildungs-Dienstleistern an:

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